Ab wann spricht man eigentlich von einer Tradition? Mittlerweile ist dies immerhin schon der dritte Jahresrückblick auf meinem Blog.
Ich glaube, ab jetzt nenne ich es auf jeden Fall offiziell meine Jahresendtradition, in einem Blogbeitrag noch einmal auf das ablaufende Jahr zurückzublicken.
Es ist wieder viel passiert. Es war das erste volle Jahr meiner Selbstständigkeit mit vielen spannenden Kontakten, Aufgaben und Weiterentwicklungen. Und im Folgenden möchte ich dir einen kleinen Einblick darüber geben, was mich in 2025 beschäftigt hat, was ich geplant hatte und was tatsächlich daraus geworden ist.
Vielleicht bist du ja über den Jahresrückblog von Judith Peters hier gelandet und zum ersten Mal auf meinem Blog. Egal, wer oder was dich hierhergeführt hat: Ich heiße dich herzlich willkommen.
Was war mein Plan für 2025?
In 2025 hatte ich viel vor. Schließlich ging es ja darum, mein Business auf gesunde Beine zu stellen. In meinem letzten Jahresrückblick hatte ich mir deshalb einige Ziele gesetzt.
Insgesamt bin ich mit dieser Bilanz sehr zufrieden, obwohl ich eigentlich kein Fan von Jahreszielen bin. Ein Jahr ist ein sehr langer Zeitraum, in dem so viel passieren kann. Und da können sich Ziele schon mal verändern oder vielleicht sogar völlig in die falsche Richtung laufen.
Daher habe ich mir vorgenommen, das nächste Jahr anders zu planen, nämlich mit der OKR-Methode. Was das ist und wie es funktioniert, erzähle ich dir weiter unten.
Gemeinsam wachsen
Mein Motto für 2025 lautete "Gemeinsam wachsen. Einfach machen".
Und ein wichtiger Aspekt war für mich, mit anderen Menschen in den Austausch zu kommen, egal ob es um mein Schwerpunktthema Zeitmanagement geht oder die Selbstständigkeit oder ganz andere Dinge. Daraus sind ganz unterschiedliche tolle Kontakte entstanden.
Das Business-Quintettt – Austausch tut gut
Vor bereits über einem Jahr traf ich zufällig eine ehemalige Kollegin auf einer Online-Veranstaltung wieder. Und aus dieser Zufallsbegegnung entwickelte sich ein Austausch, der bis heute anhält. Gemeinsam mit einer weiteren Teilnehmerin entstand eine informelle Runde mit dem Ziel, uns gegenseitig bei unserer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen.
Mit der Zeit wurde daraus sogar ein Quintett. Ein Zirkel von unterschiedlichen Menschen, mit verschiedenen Expertisen, eigenen Sichtweisen und Ideen.
Es ist eine tolle Form, sich zwanglos über die verschiedensten Themen zu unterhalten und auch zu wissen, dass man nicht allein ist und auf die Unterstützung und das Feedback anderer zurückgreifen kann.
Und vielleicht wird aus dem Quintett ja irgendwann mal ein Sextett, Septett, Oktett, ...
Denn für einen Austausch auf Augenhöhe bin ich und sind wir immer zu haben. Melde dich gerne, wenn du Interesse hast, mitzumachen.
Lunch Talk – Der virtuelle Kantinentisch
Die vermutlich ungewöhnlichste Idee im Jahr 2025 entstand eher spontan. Und bereits nach einem halben Jahr ist sie zu einem festen monatlichen Bestandteil meiner Arbeit geworden.
Zusammen mit Franziska Höhne habe ich den Lunch Talk ins Leben gerufen.
Der Lunch Talk ist kein Vortrag, sondern ein kostenloser lockerer Austausch in der Mittagspause. Mit Gedanken und Ideen aus dem Alltag für den Alltag.
In 30 Minuten gibt es einen kurzen Impuls rund um Selbstmanagement, Kommunikation, Zusammenarbeit und den Arbeitsalltag. Es geht dabei nicht um fertige Antworten oder die eine richtige Lösung, sondern um neue Blickwinkel und Denkanstöße.
Nach dem Impuls kommen wir ins Gespräch. Wer etwas teilen möchte, teilt. Wer nur zuhören will, hört zu. Da hier Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen und Lebenssituationen kommen, gibt es immer spannende Sichtweisen.

Unschwer zu erkennen: die Weihnachtsausgabe des Lunch Talks
Die Lunch Talk Bilanz
Ich freue mich schon auf die Veranstaltungen in 2026, auf bekannte Gesichter, neue Teilnehmende und natürlich spannende und interessante Impulse. Wenn du auch mal teilnehmen möchtest, schau einfach unter Events nach dem nächsten Lunch Talk.
OKR-Circle
Auch eher zufällig entstand der Kontakt mit Lars, der mit seinem Scamper-Blog ganz ähnliche Interessen verfolgt, nämlich mit anderen Soloselbstständigen in Kontakt zu kommen und gemeinsam zu wachsen.
In einer 4er-Gruppe treffen wir uns seit einigen Monaten regelmäßig alle zwei Wochen und tauschen uns über unsere Selbstständigkeit aus.
Das geschieht aber nicht einfach in einem Small Talk, sondern nach einer klar festgelegten Struktur: der OKR-Methode.
OKR steht für "Objectives and Key Results" und ist eine Methode, mit der Ziele klar formuliert werden und regelmäßig überprüft wird, ob man wirklich vorankommt oder sich nur mit irgendwas beschäftigt.
Für uns heißt das ganz konkret: Jede:r legt fest, was sie oder er in einem Quartal erreichen will und definiert messbare Zwischenschritte. Dann schauen wir gemeinsam alle zwei Wochen ehrlich drauf. Ohne Bewertung und ohne Druck. Dafür mit Klarheit, Fokus und gegenseitigem Feedback und Support.
Eine tolle Runde, die ich nicht mehr missen möchte.

So funktioniert vereinfacht dargestellt die OKR-Methode
Coachings, Seminare, Trainings & Co
Gemeinsam wachsen konnte ich auch zusammen mit meinen Kundinnen und Kunden. Egal ob es im persönlichen 1:1-Gespräch war oder in einer Gruppe bei Seminaren oder Trainings.
Ein 1:1-Coaching ist vermutlich die engste Art der Zusammenarbeit. Es ist alles sehr direkt und sehr persönlich.
Und ich bin froh, dass ich in diesem Jahr ausschließlich mit tollen Menschen arbeiten durfte.
Und trotzdem bin ich doch vor jedem Kennenlerngespräch immer noch nervös. Denn als introvertierter Mensch wie ich ist so eine Frontalbegegnung etwas sehr Herausforderndes. Und auch für mein Gegenüber ist das vermutlich eine nicht so häufige Situation.
Doch eine gemeinsame Basis ist meist schnell gefunden.
Und dann lerne ich Menschen kennen, die viel leisten. Die Verantwortung tragen. Die aber trotzdem das Gefühl haben, ständig hinterherzulaufen. Weil zu viel gleichzeitig passiert.
In Unternehmen sehen die Strukturen anders aus. Die Dynamik ist eine andere. Aber die Themen ähneln sich.
Und dabei gibt es oft eine schöne Erkenntnis: Wenn Einzelne klarer werden, profitiert das ganze Team.
Auch in den Webinaren, die ich in verschiedenen Netzwerken halten durfte, habe ich festgestellt, dass viele Teilnehmende mit sehr ähnlichen Gedanken und Unsicherheiten in die Sessions kommen. Das verbindet. Nicht nur mich mit den Teilnehmenden, sondern auch untereinander.
Fast regelmäßig: Mein Blog
Das Jahr 2025 stand eher im Zeichen von Social Media, speziell LinkedIn. Deshalb ist mein Blog in diesem Jahr etwas zu kurz gekommen. Nur 11 neue Artikel haben das Licht der Welt erblickt.
Im neuen Jahr will ich das aber wieder ändern. Ich möchte mich schwerpunktmäßig auf meine Website fokussieren. Und obwohl aktuell Künstliche Intelligenz die Internetwelt auf den Kopf stellt, glaube ich, dass gute Inhalte weiterhin wichtig sein werden.
Deswegen werde ich mich in 2026 darauf konzentrieren, über meine Erfahrungen zu schreiben, die ich in meinen über 25 Jahren Berufserfahrung zu den Themen Zeitmanagement, Selbstführung, Stressbewältigung, Lean Management und Veränderung gesammelt habe. Denn das kann KI nicht leisten.
Meine erfolgreichsten Blogartikel in 2025
Auch in diesem Jahr schaue ich wieder darauf, welche meiner Blogartikel am häufigsten gelesen wurden. Und das sind die Top 3:

Das 7-Ordner-System
Im März 2025 entstanden, ist dieser Beitrag sehr schnell zum beliebtesten Text des Jahres geworden.
Viele Menschen interessieren sich dafür, wie sie ihre digitale Ablage in den Griff bekommen können. Und mein Beitrag liefert hierzu die passende Methode.

Digitale Ablage organisieren – In 6 Schritten zum erfolg
Und auch Platz 2 beschäftigt sich mit der digitalen Ablage. Hier beschreibe ich das generelle Vorgehen, wie man Ordnung auf Computer oder Smartphone schaffen kann. Und das fängt schon an, bevor überhaupt etwas auf dem Computer landet.

Mit Lernplänen das Studium meistern
Der dritte Platz ist für mich etwas überraschend. Denn es ist ein bereits recht alter Beitrag in ungewöhnlicher Form, nämlich als Interview.
Interessant ist für die Besuchenden aber vermutlich eher die kostenlose Vorlage eines Lernplans.
Blogparade
Ach ja. Da war ja noch was zum Thema Bloggen: Meine erste eigene Blogparade.
"Eigentlich wollte ich ja ..." ist ein Satz, den vermutlich wir alle schon mal gesagt haben. Und dahinter stecken oft geplatzte Träume, verworfene Pläne oder verfehlte Ziele. Und genau darum geht es in meiner Blogparade.
Noch bis zum 15.01.26 können Blogger:innen ihre Gedanken zu diesem Thema teilen. Im Anschluss werde ich alle eingereichten Beiträge in einem weiteren Artikel vorstellen und mein persönliches Fazit ziehen.
Falls du noch mitmachen möchtest, schau doch hier mal vorbei:
Einfach machen
Einfach mal machen, Dinge ausprobieren und schauen, ob und wie es funktioniert: Das habe ich vielen meiner Coachees und Teilnehmenden empfohlen. Denn was nützt der beste Plan und die perfekte Lösung, wenn man nicht ins Handeln kommt?
Ich bin kein Fan von großen Projekten und komplexen Plänen. Lieber lege ich schnell los, probiere aus und lerne daraus.
Und deshalb habe ich in 2025 viel ausprobiert. Methoden, Tools, Apps und auch Events und Veranstaltungen.
Auf die Bühne – oder doch nicht
Einfach mal machen: das war auch die Idee bei meiner Teilnahme am Wettbewerb "Germany's Next Speaker Star". Wer schafft es auf die große Bühne, um das eigene Herzensthema einem großen Publikum vorzustellen?
Ich war es leider nicht. Beim Online-Voting konnte ich einfach nicht genügend Stimmen sammeln. Aber immerhin bin ich unter die Top-100 gekommen, und in der Zeitung gab es sogar einen großen Artikel über mich.
Es war ein Wettbewerb, bei dem ich viel über Präsentation, Bühnenpräsenz und Storytelling lernen durfte.
Und bestimmt kann ich dieses Wissen im nächsten Jahr auch anwenden.

Wow, ein großer Artikel über mich in der Zeitung
Mein Jahr 2025 in Zahlen
Mein Jahr war geprägt von vielen Coachingsitzungen. Und mein Buchungstool zeigt das zusammenfassend sehr schön.

Ich habe in 2025 viele Stunden im virtuellen 1:1 verbracht
Auch andere Kennzahlen habe ich über das gesamte Jahr hinweg gesammelt und nachverfolgt.
Meine Ziele für 2026: Klar. Und stimmig!
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich kein Fan von Jahreszielen bin. In unserer aktuell sehr turbulenten und schnelllebigen Welt macht es für mich keinen Sinn, in ganzen Jahren zu denken. Zu viel Unvorhergesehenes kann passieren.
Trotzdem finde ich es wichtig, ein übergeordnetes Ziel zu haben, an dem ich alle meine Aktivitäten ausrichten kann. Es ist sozusagen meine Vision.
Ich bin der erste Ansprechpartner für Menschen, die klare Prioritäten und einen leichten Arbeitsalltag brauchen. Und ich helfe ihnen, ihre Aufgaben souverän und entspannt zu meistern.
Und für diese Vision habe ich vier strategische Säulen festgelegt, die verschiedene Bereiche meiner Arbeit abdecken. Diese wiederum bestehen aus verschiedenen Teilaspekten und Unterzielen. Und quartalsweise lege ich dann die für mich relevanten Schritte und Aufgaben fest. Die Details würden jetzt hier aber zu weit führen.
Wichtig ist für mich vor allem, dass ich meine Themen strukturiert und mit einem klaren Blick angehe und vorantreibe.
Ende 2026 werde ich natürlich darüber berichten, wie es gelaufen ist.
Mein Motto für 2026 ist daher: "Klar. Und stimmig."
Was sonst noch los war
Wenn ich das eigene Fotoalbum durchscrolle, fallen mir plötzlich wieder Orte und Ereignisse ein, die ich vielleicht sonst für den Rückblick vergessen hätte. Hier ein paar der Highlights 2025.

Interessante Vorträge über Beruf, Berufung und Veränderung auf der Purpose Night in Essen

Auch beim dritten (oder vierten?) Mal immer noch ein Erlebnis

Außergewöhnliche Perspektiven auf dem Tempelhofer Feld in Berlin

Tübingen war neben Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart eine der Stationen auf unserer Tour durch das Schwabenländle

Der am weitesten entfernte Kundenauftrag führte mich nach Mecklenburg-Vorpommern, mit einem kurzen Zwischenstopp in Rostock

Bei einem Fachaustausch zum Thema Lean-Management durfte ich auch eine Härterei besuchen

Berlin war nicht nur ein Ausflugsziel, sondern in 2025 ein häufiger Zwischenstopp bei meinen Bahnfahrten
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Vielen Dank
Wie immer möchte ich mich bei dir bedanken, dass du bis zum Ende gelesen hast. Ich hoffe, ich konnte dir einen interessanten Einblick in mein Jahr verschaffen.
Ich würde mich freuen, wenn das nicht dein letzter Besuch auf meiner Webseite war. Vielleicht sehen wir uns ja irgendwo im Internet wieder, lesen in Kommentarspalten voneinander oder begegnen uns mal auf Netzwerkveranstaltungen oder sogar in einem meiner Coachings oder Seminare. Schau dich hierzu gerne mal in meinen Angeboten und Events um.
Bis bald,
André.





Spannende Themen und viele interessante Gedanken, die hier zusammengekommen sind. Besonders schön finde ich, dass durch den Aufruf von Judith auch mehr Männer schreiben und ihre Perspektive einbringen. Danke fürs Teilen und fürs Ermöglichen.
Beat
Hallo Beat,
vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass du den Weg hierhin gefunden hast.
Stimmt, in der Judith-Bubble sind Männer klar in der Unterzahl. Aber auch wir können Content. 😆
Ich schau‘ direkt mal in deinem Jahresrückblick vorbei.
Viele Grüße
André
Ja, spannend, die Männer hier sind rar – schön, dass du hier bist. Interessantes Coachingmodell für Unternehmungen. Die Eigenverantwortung zu stärken, ist eines der wesentlichen Aufgaben einer gelingenden Zukunft.
Hallo Susanne,
vielen Dank für dein Feedback.
Ich wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr.
André
Hey André! Danke für den hautnahen Einblick in Dein letztes Jahr. Das hat Spaß gemacht, ihn zu lesen. Wow! Du hast ja ziemlich gerockt! 🤘🏻
Vielen Dank auch für das Feedback zum OKR Circle. ❤️ Bin schon gespannt auf Dein nächstes Objective. Und natürlich bin ich auch neugierig auf Deine strategischen Säulen.☺️
Liebe Grüße aus Münster!
Lars
Hi Lars,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Und es war für mich selbstverständlich, auch den OKR-Circle mit aufzunehmen. Schließlich hat er einige Gedanken in Bewegung gesetzt. 😊
Beste Grüße nach Münster!
André