Ein rötlich gefärbter Himmel. Davor die Schattensillhouette eines Wegweisers mit Pfeilen in verschiedene Richtungen

Pläne scheitern? na und!

Für eilige Leser:innen: Alles Wichtige im Überblick

  • Fehler sind immer Teil unsere Entwicklung.  
  • Rückschläge liefern wertvolle Erkenntnisse.
  • Reflexion macht Fortschritt sichtbar.
  • Wer anpasst, wächst.

Ausführlicher erfährst du alles Wissenswerte in diesem Artikel.

Ein Plan ist dazu da, um ihn über den Haufen zu werfen. 

Diesen Satz hört man besonders im Projektmanagement immer wieder, besonders dann, wenn es mal wieder nicht so läuft, wie geplant.

Natürlich ist das so pauschal Unsinn. Aber trotzdem steckt in diesem Satz ein wichtiger Gedanke. Denn wir alle machen Pläne. Egal ob beruflich oder privat. Und wir kennen das Gefühl, wenn Pläne nicht aufgehen. Wer von uns hat noch nie ein Ziel verfehlt oder einen Plan umschmeißen müssen?

Und das ist auch gar nicht schlimm. Entscheidend ist, dass man sich davon nicht entmutigen lässt, sondern die richtigen Erkenntnisse daraus zieht, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

Wie gehe ich mit Planänderungen oder fehlgeschlagenen Plänen um? Und wie kann ich das Erlebte nutzen, um daraus zu lernen?

Genau darum geht es in diesem Artikel.

Eigentlich wollte ich ja … – Warum Pläne scheitern

Vor ein paar Monaten habe ich zu einer Blogparade aufgerufen. Das Thema: „Eigentlich wollte ich ja …“

Ein Satz, den wir alle vermutlich schon mal gesagt haben. Dahinter stecken meist ...

  • verschobene Projekte
  • veränderte Ziele
  • unerwartete Wendungen
  • oder auch eine bewusste Kurskorrektur

Und die Teilnehmenden der Blogparade haben in ihren Beiträgen genau über solche Planänderungen geschrieben und geschildert, wie sie damit umgegangen sind. Mehr dazu findest du weiter unten.

Vorher möchte ich dir ein Modell zeigen, das genau erklärt, warum gescheiterte Pläne kein Drama sind, sondern ein wichtiger Teil von Entwicklung.

PDCA-Zyklus: So lernst du aus gescheiterten Plänen

Im Projekt- und Lean-Management wird häufig das Konzept des PDCA-Zyklus angewendet. Es ist ein Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung und wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von E. Edwards Deming, einem der Vorreiter des modernen Qualitätsmanagements, geprägt. Darum wird es auch sehr häufig als Deming-Zyklus bezeichnet.

Dieser Zyklus besteht aus vier einfachen Schritten: Planen, Durchführen, Checken und Agieren.

Er beschreibt das schrittweise Vorgehen im Rahmen der Planung und Selbstreflexion.

Schematische Darstellung eines PDCA-Zyklus (Planen-Durchführen-Checken-Agieren)

1. Planen

Alles was wir tun, beginnt zunächst mit einem Plan. Und grob gesagt beinhaltet der Plan immer ein Ziel oder einen erwünschten Zustand in der Zukunft sowie den Weg dorthin. Hierbei ist es hilfreich, das Ziel so präzise wie möglich zu formulieren. Je genauer der Plan, umso einfacher wird die Umsetzung.

Wie man gute Ziele formuliert, habe ich zum Beispiel in meinem Artikel Smarte Ziele ausführlich beschrieben.

2. Durchführen

Nach dem Planen geht es an die Umsetzung. Bei größeren Aufgaben gibt es dafür oft einen Projektplan, den man abarbeitet. Als Einzelperson oder im Privaten ist es meist die klassische To-do-Liste oder ein fester Termin im Kalender.

3. Checken

Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Denn viele überspringen die Reflexion und springen direkt zum nächsten Ziel. Doch gerade diese Phase des Zurückschauens und Reflektieren ist besonders wichtig. Stelle dir zum Beispiel diese Fragen:

  • Habe ich mein Ziel erreicht? Wenn nein, warum nicht?
  • Was hat mich weitergebracht? Was hat mich gebremst?
  • Wie fühlt sich das Ergebnis für mich an?
  • Was nehme ich mir fürs nächste Mal mit?

Mein Tipp

Schreib deine Antworten auf. Reflexion im Kopf ist meist nur oberflächlich. Auf Papier wird es konkreter, und du hast deine Reflexionsgedanken immer sichtbar. Hänge dir deine wichtigsten Erkenntnisse vielleicht sogar sichtbar auf, um immer wieder daran erinnert zu werden.

4. Agieren

Aus der Reflexion entstehen jetzt neue Ideen und Entscheidungen. Vielleicht brauchst du:

  • Eine bessere Zeitplanung
  • Früheres Feedback
  • Kleinere Meilensteine
  • Eine andere Strategie
  • oder einfach mehr Geduld.

Wichtig: Du passt deinen Plan an und gibst nicht auf. Setze dir konkrete, machbare nächste Schritte.

Und dann beginnt der Zyklus von vorn. Genau hier wird aus einem „gescheiterten Plan“ echte Weiterentwicklung.

Schritt

Was passiert?

Warum ist das wichtig?

Planen

Definiere dein Ziel und den Weg dorthin, so präzise wie möglich.

Klare Ziele machen die Umsetzung einfacher.

Durchführen

Setze den Plan um, ob mit Projektplan oder To-do-Liste.

Handlung ist der erste Schritt zur Veränderung.

Checken

Reflektiere: Was lief gut? Was nicht? Habe ich mein Ziel erreicht?

Ohne Reflexion kein Lernen!

Agieren

Leite aus den Erkenntnissen konkrete nächste Schritte ab.

So wird jeder Versuch besser als der vorherige.

Praxisbeispiele: Wie andere ihre Pläne anpassten & daraus lernten

Und genau hier schließt sich der Kreis zur Blogparade. Die Beiträge zeigen nämlich sehr deutlich, wie alle Teilnehmenden – bewusst oder unbewusst – einen PDCA-Prozess durchlaufen haben.

Lars zum Beispiel wollte ursprünglich eine Community für alle Solo-Selbstständigen aufbauen. Doch im Prozess stellte er fest: Die Zielgruppe ist viel zu groß. Zu unklar. Zu breit.
Also hat er angepasst, sich fokussiert und neu ausgerichtet. Ein klassisches Check & Act.

Bei Cindy drehte sich alles um einen geplanten Podcast, der nicht realisiert wurde. Warum? Es waren einfach zu viele parallele Projekte und zu wenig Fokus. Also konzentrierte sie sich darauf, ihren Newsletter konsequent aufzubauen. und sie kam zu der Erkenntnis: Manchmal muss ein Ziel pausieren, damit ein anderes wachsen kann.

Das galt auch für Lex. Seine Erfahrungen als Content Crestor und Community Lead führten ihn schließlich zum Bloggen zurück, seiner eigentlichen Leidenschaft. Sein Fazit: „Manchmal führt uns ein Umweg zurück zu dem, was uns wirklich ausmacht.“

Manchmal sind es gar nicht die äußeren Umstände, die einen Plan durchkreuzen, sondern innere Blockaden. Jenny und Thomas berichten von ihrem Vorhaben, ihre Weltreise auf YouTube zu dokumentieren und von Selbstzweifeln, Perfektionismus und der Angst vor Sichtbarkeit. Ein ehrlicher Check.

Und bei Birgit erfüllte sich ein Plan auf ganz andere Weise als ursprünglich gedacht. Aus ihrem Kindheitstraum, Astronautin zu werden, wurde ein Roman, in dem sie ihre Figuren ins All fliegen lässt.

Alle Beiträge zeigen sehr anschaulich, dass Pläne nicht in Stein gemeißelt sind, sondern ein Experimentierfeld sind.

Fazit: Gescheiterte Pläne sind wichtig

Pläne scheitern. Das ist normal. Doch wer daraus lernt, wird mit jedem Versuch besser. Und manchmal ergeben sich daraus auch unerwartete neue Möglichkeiten und Richtungen. Nutze den PDCA-Zyklus als Kompass: Plane, handle, reflektiere, passe an. So werden aus vermeintlichen Rückschlägen echte Fortschritte.

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